Windenergie in Lingen
Strom aus Wind gewinnen
Die Stadtwerke Lingen bauen die regionale Energieversorgung schrittweise aus und investieren in den Betrieb und die Weiterentwicklung von Energieinfrastruktur. Dazu gehört auch der Ausbau von Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen wie Windenergie.
Windkraftanlagen nutzen die Bewegungsenergie des Windes zur Stromerzeugung. In der Region Lingen liegt die durchschnittliche Windgeschwindigkeit bei etwa 6 m/s, wodurch eine regelmäßige Einspeisung von Strom in das Netz möglich ist. Die tatsächlich erzeugte Strommenge kann jedoch je nach Witterungsbedingungen monatlich variieren.
Ausbau der erneuerbaren Energien mit der Kraft des Windes
Im Jahr 2025 betrug der Anteil der Windenergie an der inländischen Nettostromerzeugung (Netzeinspeisung) rund 30,0 %, bei einer Gesamteinspeisung von etwa 438,2 Milliarden Kilowattstunden (Quelle: Statistisches Bundesamt).
Wie funktioniert Windkraft?
Die Erzeugung von Strom durch Wind ist der Erzeugung von Licht am Fahrrad durch einen Dynamo ähnlich. Die Rotorblätter des Windrades werden durch Wind in Bewegung versetzt. Das Getriebe überträgt dann die Kraft der Bewegung auf den Generator und wandelt diese in Energie um.
Die Energieerzeugung mit Hilfe von Windkraftanlagen birgt großes Potenzial. Eine Anlage kann eine Spannung von 400 bis 1000 Volt erzeugen. Nach der Konvertierung der erzeugten Energie, der Weiterleitung und der Dokumentation, können bis zu 30 kV in das lokale Stromnetz eingespeist werden
Einordnung der Umweltwirkungen
Bei der Stromerzeugung aus Windenergie entstehen im Betrieb keine direkten CO₂-Emissionen. Emissionen fallen insbesondere bei Herstellung, Transport und Errichtung der Anlagen an. Für Onshore-Windenergieanlagen werden Emissionen von etwa 7 bis 10 Gramm CO₂ pro erzeugter Kilowattstunde angegeben (Quelle: Bundesverband WindEnergie).
Zum Vergleich: Der durchschnittliche Emissionswert des deutschen Strommixes lag laut Umweltbundesamt (2025) bei rund 344 Gramm CO₂ pro Kilowattstunde. Die angegebenen Werte beziehen sich auf unterschiedliche Berechnungsmethoden und Zeiträume.
Die energetische Amortisationszeit von Windenergieanlagen – also der Zeitraum, in dem die Anlage die zur Herstellung eingesetzte Energie wieder erzeugt – liegt laut Umweltbundesamt bei etwa drei bis sieben Monate
Stadtwerke Lingen setzten auf Windenergie
Die Stadtwerke Lingen sind über Beteiligungen an mehreren Windenergieanlagen beteiligt. Dazu zählen Anlagen in den Windparks Lingen Ochsenbruch sowie Tettenborn. Diese Anlagen speisen Strom in das allgemeine Stromnetz ein. Sechs der elf Windenergieanlagen (WEA) im Windpark Lingen Ochsenbruch (Ortsteil Clusorth-Bramhar) und zwei Anlagen im Windpark Tettenborn im Harz sind Eigentum von Tochtergesellschaften der Stadtwerke Lingen GmbH.
Genehmigte Windparkprojekte
Neubau des Windparks Mundersum
Für den Neubau des Windparks Mundersum liegt eine Genehmigung für fünf Windenergieanlagen vor. Die genehmigten Anlagen könnten zusammen eine Leistung von rund 35 Megawatt erreichen. Die derzeit zugrunde gelegte Jahresproduktion liegt bei etwa 80 Gigawattstunden. Das entspricht rechnerisch dem Strombedarf von rund 22.800 Haushalten.
Windpark Lingen Ochsenbruch – Repowering
Für das Repowering des Windparks Lingen Ochsenbruch liegt ebenfalls eine Genehmigung vor. Vorgesehen beziehungsweise genehmigt sind sechs Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 42 Megawatt. Für die Anlagen wird derzeit eine jährliche Stromproduktion von etwa 96 Gigawattstunden zugrunde gelegt. Rechnerisch könnte damit der Jahresstrombedarf von rund 27.500 Haushalten gedeckt werden.
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