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Energiepreiskrise

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Die Nachfrage nach Energie ist im Zuge der weltweiten wirtschaftlichen Erholung unerwartet schnell auf Vor-Corona-Niveau gestiegen. Dies hat zur Folge, dass die Großhandelspreise für die fossilen Brennstoffe Öl, Gas und Kohle stark angestiegen sind

In Europa wird auf die Verbrennung dieser Energieträger ein CO2-Preis fällig, der sich im Jahresverlauf ebenfalls stark erhöht hat.
Dadurch wurde die Stromerzeugung mit Gas- und Kohlekraftwerken deutlich teurer. Aufgrund der Wetterlage fiel die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien im ersten Halbjahr 2021 niedriger aus als im Vorjahr. Die Folge ist eine Vervielfachung der Strompreise im Großhandel.

Für Erdgas kommt hinzu, dass die Lager weniger gefüllt sind. Um das beschränkte Angebot konkurrieren viele Akteure – so ist Asien bereit, deutlich höhere Preise zu bezahlen. Vor allem Flüssiggas wird deshalb kaum noch nach Europa geliefert. Dazu kommen gedrosselte Fördermengen in Russland und ein CO2-Preis, der im europäischen Emissionshandel steil nach oben geht.
Diese Schieflage aus Angebot und Nachfrage lässt die Beschaffungskosten der Gasversorger explosionsartig nach oben schnellen. Auf Jahressicht hat sich der Preis an den Spotmärkten versiebenfacht.

Die Energiepreiskrise trifft die Energieversorger hart. Die Einkaufspreise für Strom und Erdgas haben sich in den letzten Monaten massiv verteuert, so dass Versorger, die einen großen Teil ihrer Energie zu den aktuellen Konditionen einkaufen müssen, derzeit oft keine guten Neukundenangebote machen können.
Die Beschaffungspreise haben sogar einige Discountanbieter veranlasst, die Versorgung Ihrer Kunden einzustellen.

Aussichten

Kurzfristig ist nicht mit sinkenden Strompreisen zu rechnen. Zwar sinkt die EEG-Umlage von 6,5 Cent/kWh im Jahr 2021 um rund 3 Cent auf 3,72 Cent/kWh im Jahr 2022. Doch wegen hohen Großhandelspreisen und steigenden Netzgebühren zeichnet sich keine deutliche Entlastung für die Haushalte ab.
Ab dem Jahr 2023 sind sinkende Strompreise eventuell wieder möglich – wenn die EEG-Umlage weiter gesenkt oder ganz abgeschafft wird, die überschießenden Preise im Großhandel wieder abebben und die Stromnetzgebühren nicht weiter steigen.
Auch für die Gaspreise gilt, dass kurzfristig nicht mit sinkenden Gaspreisen zu rechnen ist. Mittel- bis langfristig werden die überschießenden Preise im Großhandel vermutlich wieder abebben. Gleichbedeutend mit fallenden Preisen ist das jedoch nicht. Der Grund: Mit dem Jahresbeginn 2022 zündet die nächste Stufe des CO2-Preises. Die Abgabe auf den Ausstoß von Kohlenstoffdioxid steigt von 25 auf 30 Euro pro Tonne.

 

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